4 Tipps für bessere Fotos

„Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut.“– Henri Cartier-Bresson

Nach inzwischen 18 Jahren Fotografie, weiß ich was ich da veranstalte mit diesem genialen technischem Gerät, welches in der Lage ist Momente einzufangen, die andere Geräte nicht so auf dem Punkt einfangen können. Es dient teilweise auch als Translator oder schlägt eine Brücke zwischen zwei Personen. Nicht selten teile ich ein Foto und mein Gegenüber versteht was ich meine mit schöner Lichtstimmung oder einem schönen Sonnenuntergang. Die beste Beschreibung nützt manchmal nichts ohne die dazu gehörige Visualisierung. Nachfolgend habe ich XXX Punkte zusammen getragen, die mir immer weiter geholfen haben bessere Fotografien entstehen zu lassen. Dies sind nur einige Punkte, um sein Wissen zu erweitern und kreativ zu arbeiten. Auf drei, zwei, eins… klick!

1. Raus aus der Mitte
Ich sehe es immer und immer wieder. Egal ob auf Social Media oder im privatem Umfeld. Ich möchte meinen, dass 80% von den gesehenen oder gezeigten Fotografien das Hauptmotiv direkt in der Mitte liegt. Das kann man durchaus machen, sofern es ein Portrait ist oder aber man direkt auf etwas hinweisen möchte. In so ziemlich allen anderen Fällen ist es ratsam das Objekt der Begierde nicht mittig zu platzieren. Damit meine ich nicht mal unbedingt den Goldenen Schnitt, der hier beachtet werden muss. Es geht eher darum, dass der Betrachter des Fotos arbeiten soll. Er soll nicht alles auf dem Silbertablett serviert bekommen. Gestaltung ist das Wichtigste Handwerk in der Fotografie. Weiter vor der Technik oder dem Objektiv, welches man nutzt. An Hand des Goldenen Schnitts nutze ich immer die 1/3 Regelung. Die ist recht einfach einzuhalten. Beispielsweise man fotografiert eine Landschaft. Man möchte entweder den unteren Teil hervorheben (etwa ein Waldgebiet) und hat darüber blauen Himmel. Wenn ich also den Wald hervorheben möchte, dann deckt der Himmel nur 1/3 von dem gesamten Foto ab. Wenn ich den Fokus jedoch auf den Himmel und die Wolken lenken möchte mache ich es genau anders herum. 1/3 Himmel, 2/3 Wald. Auch bei Tieraufnahmen versuche ich eine Komposition zu finden, in der das Tier sich nicht in der Mitte befindet.

2. Nutze ein Stativ! Nicht nur das Stativ hat Beine, Du auch!
Ich bin mal mutig und behaupte einfach mal, dass viele deiner Schnappschüsse ohne Stativ geschossen wurden. Sicherlich zumeist auch mit Smartphone. Sofern Du mit einer Kompaktkamera, einer Systemkamera oder vielleicht sogar einer digitalen Spiegelreflexkamera (kurz: DSLR) fotografierst, nutze ein Stativ. Besonders im Bereich Landschaftsfotografie und bei Nah- bzw. Makroaufnahmen ist ein Stativ unerlässlich. Es sorgt dafür, dass Du flexibler bist, was deine Belichtungszeit angeht und du kannst Lichtstimmungen aufnehmen, die Du niemals aus der Hand fotografieren kannst. Gerade bei Detailaufnahmen ist deine Hand nie so ruhig wie ein Stativ. Wenn es dann soweit ist und Du ein Stativ verwendest, suche dir verschiedene Perspektiven aus und kontrolliere, wie sie wirken. Nicht immer ist die Position des Stativs ideal für deine Komposition. Mit etwas Übung und einem Fernauslöser sind deiner kreativen Gestaltung jedoch keine Grenzen gesetzt.

3. Schärfe erzeugt eine dritte Dimension
Neben diversen Smartphone Fotografien gibt es immer wieder Fotos, die sich in einem totalen Schärfegrad präsentieren. Teilweise wirken manche Fotografien, als wären sie komplett mit einem Weitwinkel aufgenommen oder wurden extrem lange Belichtet. Das mag in einigen Fällen sehr passend und schön aussehen aber ohne ein Zwischenspiel zwischen Schärfe und Unschärfe entsteht nicht dieser gewisse dreidimensionale Effekt. Das fällt bestimmt heute unter den Begriff „Look“ Wie dem auch sei, versuche das Hauptmotiv zu fokussieren und dann arbeite mit dem Hintergrund. Versuche diesen soweit wie möglich auch „ruhig“ zu halten. Dieser sollte nicht vom Hauptmotiv ablenken. Spätestens wenn deine Augen durch den Sucher blicken, weißt du was ich meine.

4. Raus aus dem Automatikmodus
Fotografie kann schwierig sein. Da gibt es diverse Werte und Regeln die man beachten muss, um am Ende das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Blende und Belichtungszeit sowie der ISO- Wert sind nur einige wichtige Komponenten. Dazu kommen in der digitalen Fotografie noch Weißabgleich, Farbräume und Dateiformate. Sicherlich wird dich das anfangs extrem überfordern. Man versteht noch nicht alles im Kontext. Erst kürzlich erklärte ich meiner besseren Hälfte die Einstellmöglichkeiten und stellte fest, dass alle Werte nie einzeln betrachtet werden können. Dennoch bietet es sich an einmal den automatischen Modus der Kamera zu verlassen. Einfach mal sehen, was die Blende und die Belichtungszeit zusammen bewirken können. Wie entsteht dieser „Portraiteffekt“ der Kamera? Wieso ist da der Hintergrund so unscharf und wieso bekomme ich das nicht so hin? Das sind alles Fragen die sich erst klären lassen, wenn man tiefer in die Materie eindringt. Für den Anfang empfehle ich die Zeit- oder Belichtungsautomatik. Meist wird diese mit Av (Zeitautomatik) oder Tv (Blendenautomatik) angegeben. Die Zeit gibt an, wie lange der Sensor belichtet wird. Wie oben zu sehen wurden einige Motive lange belichtet, um einen Schleiereffekt zu erzeugen. Wenn man jedoch ein fahrendes Rennauto einfangen möchte empfiehlt es sich, eine schnelle Belichtungszeit zu nutzen. Etwa 1/4000 Sekunde. Die Blende wiederum gibt an, wie viel Licht auf den Sensor fallen soll und bestimmt den Schärfegrad des Fotos. Vielleicht werde ich noch einmal ausführlich darüber schreiben.

Jetzt bist Du erst einmal gefragt. Viel Spaß mit und bei der Fotografie.