Man wird doch wohl nochmal was sagen dürfen…??

“Und ihr singt, dass ist so wie wir sind. Stolz, Opfer und blind. Fragst dich Tag für Tag… was mit uns nicht stimmt”

Diese Zeilen gibt es im aktuellen Neufundland Album “Wir werden niemals fertig sein” zu hören. Worum es in dem Lied geht verklickerte der Sänger uns beim Konzert. Um das Gefühl, wenn besorgte Bürger oder Menschen wie Du und ich auf die aberwitzige Idee kommen rechtsradikale Sprüche oder rechtsradikales Gedankengut zu verbalisieren und dieses am Ende als “man wird ja wohl noch sagen dürfen…” ab tun. NEIN! Definitiv NEIN. Ich bin eine linke Socke und werde mich niemals in der Mitte oder auf der rechten Seite wohl fühlen.
Was stimmt da wieder nicht? Was ist da im Kopf zwischen beiden Ohren? Ist das ein Vakuum oder testet man da gerade das Gefühl naiv, kurzsichtig oder einfach nur dumm zu sein?
Ich bin nicht dafür mich als Deutscher ständig dafür entschuldigen zu müssen, was im WK II passiert ist. Ich habe keinen Krieg begonnen oder gekämpft aber anscheinend ist es mal wieder soweit, dass man dafür kämpfen muss, dass dieses rechte Schicksal uns nicht wieder ereilt. Wo ist das Problem? Menschen, die wirklich Hilfe brauchen aufzunehmen? Menschlichkeit zu zeigen, wo Menschlichkeit gebraucht wird? Ist da ein Mensch mit Bart und einen komischen Gürtel um den Bauch der blinkt und vermutlich in den nächsten Sekunden hoch geht? Nein, na also! Raus aus dieser “ich-habe-Angst-um-mein-Leben-oder-um-mein-Hab-und-Gut-Zone”. Lernt die verschiedensten Menschen aus anderen Stadtteilen, anderen Kulturen und anderen Ländern kennen. Traut euch über euren eigenen Tellerrand hinaus zu sehen und vielleicht sogar festzustellen, dass es gar nicht so übel ist.

Ich für meinen Teil mache nämlich genau das. Mich auch mit mir fremden Menschen unterhalten. Das stellt sicherlich nicht nur für mich eine Bereicherung dar. Um mit Helmut Glaßl (Philosoph) zu beenden:

“Das beste Mittel gegen Rassismus: das Kennenlernen”